Flächennutzungsplan-Änderung 01/16 Insel Gartenfeld / Saatwinkler Damm (Bezirk Spandau)

Planausschnitt im interaktiven FNP
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Basis-Angaben zum Vorgang
ID:
1030
Fortschritt: 
Abgeschlossen
Thema: 
Spandau
FNP
Vorgangsart: 
Antrag
Verfahrensart: 
Übergeordnete Planungen
Adressen: 
Rhenaniastraße
13599 Spandau
Deutschland
Übergeordneter Vorgang: 
Termine und Auslegung
Auslegungsfrist: 
Montag, 26. September 2016 bis Freitag, 28. Oktober 2016
Öffentliche Auslegung (zusätzl. Informationen): 
Auslegungsort Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Dienstgebäude Am Köllnischen Park 3, Foyer 2. Stock, 10179 Berlin Auslegungszeiten Montag bis Freitag Donnerstag 09.00 – 16.00 Uhr 09.00 – 18.00 Uhr
Eingangsinfos
Eingangsdatum: 
Dienstag, 4. Oktober 2016
Bearbeitung des Verfahrens
Frist (für ehrenamtliche Bearbeiter): 
Dienstag, 25. Oktober 2016
Dokumente

Stellungnahmen zu diesem Vorgang

Kommentare

Gegen die Wohnbebauung und Entsiegelung einhergehend mit der Beseitigung von Altlasten (Beeinträchtigung des Trinkwasserschutzgebiets Tegel) auf der Gartenfelder Insel gibt es keine Einwände, wenn dort möglichst kompakt gebaut wird. Allerdings wird es auf Dauer ein weitgehend isoliertes Wohngebiet bleiben. Soziale Probleme sind dort vorprogrammiert.
Die Verkehrsplanung ist aus unsere Sicht völlig überzogen und abzulehnen. Sie widerspricht Klimaschutz. Luftreinhaltung etc.

Geplante übergeordnete Hauptverkehrsstrasse mit Anbindung an die Daumstraße zerschneidet ein für die Erholungsnutzung und den Klimaschutz wichtiges Gebiet – aktuell mit überwiegend Grünflächen/Kleingärten. Zusammen mit dem Rohrbruchteich, dem Rohrbruch und den Grünflächen um den Grützmachergraben stellt dieser Grünzug nicht nur eine grüne fußläufige Verbindung zwischen Tegeler See/Hohenzollernkanal und Spree dar, sondern ist zugleich auch wichtiger Lebensraum und Biotopverbindung (siehe Landschaftsprogramm).
Das Gebiet ist Lebensraum für Biber und Fischotter. Für den Biber gibt es aktuelle Reproduktionsnachweise. Der Rohrbruchteich und der Rohrbruch beherbergt eine Vielzahl von Tierarten (u.a. Brutvögel, Fische Libellen).
Fazit: Die geplante Straßentrasse , auch der Bau einer unterirdischen ÖPNV-Trasse widerpricht völlig den Zielen der „Berliner Strategie zur biologischen Vielfalt“
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/natur_gruen/naturschutz/downloads/...
und ist eine Landschaftszerstörung ersten Ranges.

Im gesamten Planungsgebiet gibt es im übrigen großräumige Altlasten. Diese können durch die Bebauung mobilisiert werden und das benachbarte Wasserscutz- und Trinkwassergewinnungsgebiet Tegel gefährden.

Der Bau einer überörtlichen Verbindungsstraße würde diesen bereich für die Fauna, als Erholungsraum für die Menschen völlig entwerten.
Gleichzeitig entsteht durch die geplante Trasse eine erhebliche Lärm- und Abgasbelastung für das neue Wohngebiet.

Südlich der Insel Gartenfeld würde durch die Bebauung von Kleingartenflächen negative Effekte auf den Natur- und Artenschutz sowie Klima erfolgen (Versiegelung).

Die Forderung nach einem öffentlichen schienengebundenen Nahverkehrstrasse kann durch die Wiedereröffnung der S-Bahn mit Endstation Gartenfeld in ausreichender Weise befriedigt werden. Dafür gibt es jedoch keinerlei Planungen.

Bild des Benutzers m.schlindwein

Ich bin Anwohner der Straße "Am Havelgarten", nordwestlich der Insel Gartenfeld. Eine Straßenführung von der Insel Gartenfeld im nordwestlichen Bereich direkt anschließend zur Wasserstadtbrücke würde den Wohnwert meines Hauses und den vieler meiner Nachbarn drastisch reduzieren. Es würde eine Durchgangsstraße von Brandenburg kommend (Hennigsdorf) zum Saatwinkler Damm gen Zentrum Berlin geschaffen. Diese Straße würde nicht nur unmittelbar an unseren Häusern vorbei führen, sondern auch das Naherholungsgebiet vom Havelufer im Norden der Halbinsel Gartenfeld entang des Schiffahrtskanals bis zum Rohrbruchteich zerstören. Dort gibt es einen wunderschönen Weg entlang des Wassers mit Blick auf den Tegeler See. Der Bereich an der Fußgängerbrücke zum Saatwinkel ist hinter den vielen Gärten parkähnlich mit Wiese und Bänken angelegt und wird von Anwohnern intensiv zur Naherholung genutzt. Im Sommer befinden sich entlang der großen Wiese zahlreichen Badestellen. Der Radweg Berlin - Kopenhagen führt hier durch. Auf dem Gewässer im Bereich der Fußgängerbrücke zum Saatwinkel befinden sich zwei Wasser - Polo Einrichtungen. Dies alles würde die angedachte Straße durchschneiden und vollständig entwerten. Zudem müssten der Straße zahlreiche Gartengrundstücke weichen, die teilweise ganzjährig, teilweise über die Sommermonate bewohnt werden. Der Bereich ist u.a. von Biebern und Wildgänsen besiedelt.

Auch verkehrstechnisch sehe ich keinen Sinn im Brücken / Straßenbau. Die Insel Gartenfeld ist über die Gartenfelder Straße gut an die Paulstern Straße und den Saatwinkler Damm gen Zentrum Berlin oder Spandau angeschlossen. Zukünftige Anwohner benötigen keine direkte Abfahrt nach Norden und haben sicher kein Interesse an einer Durchgangsstraße über die Insel. Wenn überhaupt würde sich eine zusätzliche Verbindung im südwestlichen Bereich der Insel Gartenfeld anbieten. Hier müsste nur eine Brücke zur Straße Rhenania gebaut werden. Dort sind keine Bauwerke oder Gartengrundstücke im Weg und es gibt keine Wohnbebauung. Eine solche Streckenführung könnten auch das Wohngebiet am Haselhorster Damm entlasten indem der Verkehr von der Rhenania kommend aufgenomen wird.

Eine Durchgangsstraße gibt es mit der Daumstraße hin zur Nonnendamm Allee bereits. Für eine weitere Durchgangsstraße sehe ich keinen Bedarf.